Auf der Suche nach einer neuen Hausverwaltung

Die ideale Hausverwaltung soll die Eigentümer von zeitraubenden Tätigkeiten entlastet und muss bereit sein, sich aktiv zu kümmern sowie regelmäßig nach dem Rechten zu sehen. Dafür ist eine gute Organisation innerhalb der Firma und ein stetiger Kontakt zum Eigentümer erforderlich.

Für die Entscheidung zu einer neuen Hausverwaltung sollte man systematisch vorgehen und prüfen, welche Aufgaben die Hausverwaltung übernehmen soll und was im Verwaltervertrag stehen sollte.

Die Verwaltung einer WEG kann theoretisch auch einer der Eigentümer selbst übernehmen; da aber das WEG-Recht allerdings doch komplex ist und bei der Selbstverwaltung auch Interessenskonflikte entstehen können oder schlimmstenfalls Haftungsansprüche Dritter, empfiehlt sich die Berufung eines professionellen Hausverwalters. Und auch für Miethausbesitzer kann es sinnvoll sein, für Verwaltungsaufgaben einen Profi zu beauftragen. 

Ein Hausverwalter kennt sich aus und kümmert sich um alle Belange der Eigentümer und auch der Mieter!

Der Hausverwalter ist der organisatorische und operative Verwalter einer Immobilie und damit für die kaufmännische als auch die technische Verwaltung zuständig. Aufgaben eines Hausmeisters übernimmt er in der Regel nicht, wohl aber die Überwachung dieser Arbeiten. Allerdings gibt es keinen gesetzlich festgelegten Leistungskatalog der Aufgaben des Verwalters. Die Aufgaben werden individuell im Verwaltervertrag geregelt, müssen aber immer den Grundsätzen ordnungsgemäßer Verwaltung entsprechen.

Ein WEG Verwalter kümmert sich um die kaufmännischen Belange einer Eigentümergemeinschaft (WEG) und erstellt Wirtschaftspläne, führt die Buchhaltung durch oder kümmert sich um die ordnungsgemäße Überprüfung aller Zahlungsein- und Zahlungausgänge. Er erstellt auch die Nebenkostenabrechnungen für die Eigentümer der einzelnen Wohn- und Sondereigentumseinheiten.

Vermietet ein Wohnungseigentümer seine Wohneinheit, rechnet er die entstandenen Nebenkosten mit seinem Mieter ab, sofern er sie nicht selbst tragen muss, denn er darf nicht alle Kostenpositionen, die ihm der Verwalter in Rechnung stellt, an seinen Mieter weitergeben. Instandhaltungsrücklagen oder eben die Verwalterkosten müssen die Vermieter selbst tragen.

Die Aufgabe des Verwalters einer WEG ist es außerdem auch jährlich die Eigentümerversammlung zu organisieren und durchzuführen. Bei dieser Versammlung werden Tagesordnungspunkte, etwa über anstehende Reparatur- und Sanierungsarbeiten abgearbeitet und die Beschlussfassung der Eigentümer dazu protokolliert. Diese Beschlüsse muss der Hausverwalter festhalten, so dass man auch nach Jahren noch auf dokumentierte Beschlüsse zurück greifen kann.

Im Unterschied zum WEG Verwalter vertritt der Mieterverwalter in der Regel nur ein Interesse, nämlich des Immobilieneigentümers, der an mehrere Mieter vermietet hat. Der Mietverwalter ist für die Verwaltung des gesamten Objektes zuständig, also auch für die einzelnen Wohneinheiten und ist sogar Ansprechpartner für die Mieter, wenn es Klärungsbedarf gibt oder Nebenkosten abgerechnet werden.

Häufig wurde hier vertraglich vereinbart, dass sich der Miethausverwalter zudem um die Vermietung der Einheiten kümmert, wenn ein Mieterwechsel stattfindet. Dafür erstellt der Miethausverwalter die Mietverträge und setzt auch Mieterhöhungen durch oder kümmert sich um Mietrückstände. Der Mieterverwalter überwacht auch den regelmäßigen und pünktlichen Eingang der Mietzahlungen. Als Verwalter darf er allerdings keine Vermittlungsprovision verlangen. Unter Umständen kann im Verwaltervertrag jedoch vereinbart sein, dass für die Abwicklung von Neuvermietungen zusätzliche Kosten berechnet werden.

Grundsätzlich gibt es keine festen Aufgaben eines Hausverwalters, die erbracht werden müssen. Seine Aufgaben werden im Verwaltervertrag geregelt und deshalb sollten Vermieter bzw. Auftraggeber die Details dieses Vertrages genau studieren und mit dem Hausverwalter abstimmen. Es ist zum Beispiel auch möglich, zu vereinbaren, dass der Verwalter nur Teilleistungen erbringt und andere Leistungen von dem Eigentümer selbst erbracht werden. Das ist zum Beispiel häufig bei einer Mietshausverwaltung vereinbart, wo geregelt wird, ob der Verwalter oder der Vermieter neue Wohnungsmieter akquiriert.

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