Rauchwarnmelder

Die brennende Zigarette im Aschenbecher auf dem Sofa, das vergessene Kerzenlicht oder der neue Ethanol Tischofen: Ca. 300 – 400 Menschen sterben jedes Jahr an den Folgen eines Brandes und 95 Prozent der Brandopfer ersticken an den giftigen Rauchgasen, oft sogar ganz unbemerkt im Schlaf. Ein Rauchwarnmelder kann das ganz einfach verhindern.

Das sind genügend Gründe für eine gesetzliche Verpflichtung zum Betrieb von Rauchwarnmeldern!

In den Landesbauordnungen der einzelnen Bundesländer ist die Ausstattungspflicht für Rauchmelder unterschiedlich geregelt – auch für Neu- und Altbauten gelten jeweils unterschiedliche Regeln. Das Wesentliche lässt sich aber schnell zusammenfassen: In allen Bundesländern ist der Einbau eines Rauchmelders in Schlafzimmern, Kinderzimmern und Fluren Pflicht. Für Bestandsimmobilien macht die sächsische Landesordnung bisher keine verpflichtenden Vorgaben. In Berlin und Brandenburg werden Bürger zusätzlich zu den genannten Zimmern dazu aufgefordert, Rauchwarnmelder in allen Aufenthaltsräumen anzubringen.

Generell ist ein Rauchmelder in allen häufig genutzten Räumen sinnvoll. Allerdings sollten Küchen, Keller und Dachböden ausgespart werden. Denn Dampf, Abgase, Hitze und Staub führen schnell zu Fehlalarmen. Und die wiederum führen häufig zu unnötigen Feuerwehreinsätzen und Beunruhigung in der Nachbarschaft. Laut Statistik des Deutschen Feuerwehr Verbandes musste die Feuerwehr 2015 rund 300.000-mal aufgrund eines falschen Alarms ausrücken. Fast doppelt so oft, wie noch im Jahr 2010.

Ein Tipp für all jene, die in der Küche nicht auf den Rauchwarnschutz verzichten möchten: Spezielle Hybrid-Rauchmelder beobachten sowohl Rauch-, als auch Hitzeentwicklung und können die Brandgefahr damit genauer bestimmen.