Mieter oder Vermieter – wer zahlt die Schädlingsbekämpfung

Sobald die Hilfe durch einen Schädlingsbekämpfer für Mieter oder Vermieter notwendig wird, stellt sich auch die Frage: wer trägt die Kosten für den Einsatz?

Im ersten Schritt muss unterschieden werden, ob es sich bei den aufkommenden Kosten für die Schädlingsbekämpfung um regelmäßige wiederkehrende Kosten handelt oder die Zuhilfenahme des Schädlingsbekämpfers eine einmalige Maßnahme zur akuten Beseitigung eines Problems ist.

Die laufenden Kosten eines ganzjährigen Einsatzes für so einen Kammerjäger sind für den Vermieter als Betriebskosten auf den Mieter umlegbar. Das sieht §27 II der Berechnungsverordnung vor. Diese Schädlingsbekämpfungskosten dienen dem Schutz der Mieter bzw. des Objekts als Prävention.

Eine einmalige ganz akute Bekämpfung wie ein Befall durch Schadnager oder Insekten trägt grundsätzlich der Vermieter als Kosten der Instandhaltung oder Mängelbeseitigung. Hier ist jedoch grundsätzlich noch das Verursacherprinzip festzuhalten. Ist der betroffene Mieter Schuld am Befall durch unsachgemäßes Verhalten, Einschleppung etc. liegt die Rechnung für die Schädlingsbekämpfung beim Mieter und auch ganz wichtig: der durch Ungeziefer betroffene Mieter muss es unverzüglich dem Vermieter auch anzeigen.

Die Klärung der Schuldfrage ist oft schwierig, da der Vermieter hier in der Pflicht ist, den Nachweis zu erbringen.Ist die Verursacherschuld nicht nachweisbar, trägt der Vermieter die Kosten. Wenn der Vermieter den Nachweis erbringt, dass der Schädlingsbefall nicht aus seiner Verantwortung herrührt, muss der Mieter seine Entlastung beweisen, so wie auch bei anderen Wohnungsmängeln.

Wir haben schon häufiger solche Fälle erlebt, wo die Hausverwaltung bzw. der Vermieter mit den Kosten belastet wurde und das ist unnötig, wenn man sich auskennt!